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Körperorientierte Psychotherapie

– HAKOMI und Gestalttherapie –

Der Körper dient als
Hilfsmittel zum Verständnis für die Gründe

von organischen Störungen.

HAKOMI unterstützt die Heilung

der Spaltung von Körper und Geist

und

die Wiederentdeckung der Gefühle

und

der Kraft der Intuition.

Wir unterstützen die Ganzheit des Individuums.

Die wesentlichen Grundprinzipien der Psychotherapie sind:

Innere Achtsamkeit

Um in einen besseren Kontakt mit den inneren Vorgängen zu kommen, führen wir die innere Achtsamkeit ein. In diesem Zustand können innere körperliche Vorgänge besser beobachtet werden als im Alltagszustand. Sie können genauer entdecken wie Sie Denken, wie Sie sich verhalten, wie Sie fühlen und wie Sie sich organisieren.

Gewaltlosigkeit

Wir sind der Meinung, dass jede Art von Gewalt im Alltag und iin der Therapie einen unbewussten Widerstand hervorruft. Daher sehen wir nur in einer von konsequenter Gewaltlosigkeit geprägten Haltung eine gute Chance für ein gelungenes Coaching. Der stimmige Prozess verläuft leicht und mühelos. Widerstände entstehen, wenn eine Richtung gewählt wird, die nicht im Einklang mit dem Prozess steht. Als Therapeut respektieren wir die Barrieren als Teil des Prozesses und erforschen sie gemeinsam mit dem Klienten.

Die Selbstorganisation des Organismus

Unser Organismus ist ein selbstorganisiertes System und folgt einer eigenen Gesetzmäßigkeit. Wenn wir tiefer in Verbindung mit uns selbst kommen, dann entdecken wir auch die „Logik“ dieser Struktur. Der Transformationsprozess kann dann im Einklang mit dem organischen Entfaltungsprozess erfolgen.

Die Einheit von Körper und Geist

Die wichtigen Zusammenhänge lassen sich leichter verstehen, wenn wir sie nicht nur sprachlich erörtern, sondern sie auch körperlich und emotional erlebt und erforscht haben. Nach diesem Erfahrungsprozess findet dann eine mentale Verarbeitung statt.

Einheit – das System

In „selbstorganisierenden Systemen“ hängt alles mit allem zusammen. Wir stehen ständig in Wechselwirkung mit anderen Menschen sowie mit den ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedingungen. Alle Teile nehmen Einfluss auf uns, und wir kreieren zusammen das Ganze.

HAKOMI

HAKOMI ist eine Form tiefenpsychologischer Therapie und körperorientierter

Psychotherapie. Sie ist eine Art Synthese verschiedener Formen der humanistischen Psychologie.

Der HAKOMI Prozess unterstützt die Entwicklung Emotionaler Inteligenz (EQ) und das persönliche Wachstum. Die zentralen Handlungsleitenden Prinzipien von HAKOMI sind die “Innere Achtsamkeit” und “die Gewaltlosigkeit”. Mit der Haltung der Gewaltlosigkeit laden wir das Unbewußte ein zur Kooperation im therapeutischen Prozess und wir haben die Möglichkeit in Kontakt zu kommen mit den versteckten Grundüberzeugungen, welche unser Handeln unbewußt beeinflussen. Ein Heilungsprozess kann sich dann entwickeln, wenn diese versteckten Anschauungen aufgedeckt und untersucht werden können.

Deshalb nehmen wir uns viel Zeit dafür, die Botschaften unseres Körpers, z.B. körperliche Gewohnheiten, Anspannungen, Schmerzen, etc. zu untersuchen, wenn sie uns bedeutsam erscheinen. Wir wollen auf diesem Weg mit unseren inneren, unbewussten Botschaften.in Kontakt kommen und die zentralen Grundüberzeugungen entdecken, mit denen wir unser Leben bestimmen.

Therapie ist eine Entdeckungsreise zu uns selbst. „Wer bin ich wirklich?“ Dies ist eine zentrale Frage, die den Prozess begleiten wird.

Wir sind überzeugt, dass jede Form von Gewalt einen inneren Widerstand in der davon betroffnen Person erzeugt und das Vertrauensverhältnis zu der ausübenden Person zerstört. Daher bewegen wir uns immer im Rahmen von Gewaltlosigkeit.

In der Therapie wenden wir unsere Aufmerksamkeit auch auf die inneren Blockaden und Widerstände, und wir untersuchen die Barrieren, die unseren Entwicklungsprozess behindern und Schmerzen im Alltag erzeugen. Sobald wir die Zusammenhänge dieses Zustands aufgedeckt haben, kann sich der Prozess verändern und Heilung kann entstehen sowie eine bisher unbekannte Form „Emotionaler Intelligenz“ (D.Golemann 1996) kann sich öffnen.

Gestalttherapie

Die Gestalttherapie ist ebenfalls eine tiefenpsychologisch orientierte Therapie und wurde durch Fritz Perls und dessen Frau Laura begründet. Auch sie hat ihren Ausgangspunkt in einem ganzheitlichen Verständnis des Menschen und sieht eine Chance für den Heilungsprozess in dem Vertrauen auf die Selbstregulation des Organismus.

Wenn der natürliche Selbstregulationsprozess durch unverarbeitete Konflikte gestört ist, wird der Kontakt zwischen Mensch, Umwelt und Natur unterbrochen, und es können sich psychische und psychosomatische Krankheitsbilder entwickeln.

Durch ein deutliches Wiedererleben vergangener Blockaden und Traumata werden die verdrängten Bestandteile der Persönlichkeit bewusst und es besteht die Chance, diese zuvor abgespaltenen Anteile wieder in das Bewusstsein zu integrieren. Der Prozess stärkt durch die Förderung des Kontaktes zwischen Individuum und Umwelt die Fähigkeit, die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Es ist somit das Ziel der Gestalttherapie, den Prozess der natürlichen Selbstregulation

wiederherzustellen.

Kommunikation auf der Ebene der Bedürfnisse

– Gewalttfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg –

Zunehmende Bedeutung gewinnt in meiner Arbeit die von uns bewusst und unbewusst ausgedrückte alltägliche Gewalt in der Kommunikation. Deutlich entdecken wir diese Ausprägung von Gewalt in unserer Sprache, wenn wir über andere Personen moralische Urteile fällen oder Vorwürfe aussprechen sowie, wenn wir damit konfrontiert werden. Mit dieser Sprache üben wir psychischen Druck auf andere und auch auf uns selbst aus, da wir uns auch selbst für Fehler verurteilen. Diese Form der Kommunikation entfremdet uns von unserer natürlichen, einfühlsamen Natur. (vgl. Rosenberg 2002, S 31ff). Die Sprache ist daher der Indikator für die strukturelle Gewalt in unserer Haltung zum Leben.

Einige Untersuchungen belegen, dass hinter jeder Gewalt – ob in der Kommunikation zwischen Menschen oder in der Politik zwischen Nationalstaaten – „eine Art von Denken steht, die die Ursachen eines Konfliktes dem Fehlverhalten des Gegners zuschreibt“. (Schmockler, A. zitiert nach Rosenberg 2002, S. 33) Ein ausführlicher interpersonaler und interkultureller Diskurs über diese Denk- und Kommunikationsmuster, als die wesentlichen Verursacher der Konflikte sowohl im zwischenmenschlichen Bereich, als auch zwischen den Nationen, ist demnach überfällig. (Damit will ich den Einfluss von Macht und ökonomischen Interessen auf Konflikte zwischen den Nationen natürlich nicht leugnen.)

In der Auseinandersetzung mit unseren Kommunikationsmustern können wir ein neues Verständnis für die Konflikte in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen und einen Weg der Konfliktlösung finden. Letztendlich geht es jedoch nicht nur um eine Veränderung auf der sprachlichen Ebene, sondern um die Entwicklung einer von Gewaltlosigkeit geprägten Lebenshaltung.

Das soll nicht als neuer Imperativ für die Lebensweise im Alltag missverstanden werden, denn ein solcher würde ebenfalls ein Moment der Gewalt beinhalten und in einer rigiden Anspruchshaltung münden. Einen Ausweg aus dem Dilemma finden wir nur in der Achtsamkeit.

Mediation – Paar- und Familienmediation

In vielen Konflikten ist ein Mediationsverfahren eine sinnvolle und preiswerte Lösung. Auf der kommunikativen Ebene werden Lösungen gesucht, die für alle beteiligten Personen akzeptiert werden köönnen.

1. Gründe für Mediation: Eine Mediation hat ihre Bedeutung in allen Konfliktsituationen in denen sich zwei und mehr Menschen nicht einigen können und der Konflikt bereits so eskalliert ist, so dass eine Trennung in Erwägung gezogen wird oder diese bereits vollzogen ist. Ein Mediationsprozess ist auch dann bereits fruchtbar, wenn es um einen Klärungsprozess von Fragen und Themen geht, über die das Paar oder die Gruppe keine befriedigende Verständigung finden kann. Der Mediationsprozess dient dann dazu, sich als Paar oder als Gruppe über die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klarer zu werden.

2. Ziele der Mediation: Eine Mediation wird grundsätzlich ohne eine konkrete Zielvorgabe durchgeführt, damit jeder Beteiligte die gleichen Chancen hat und in völliger Offenheit die Bedingungen prüfen kann. Der Prozess ist somit Prozessorientiert und im Ergebnis völlig offen.

3. Vorgehen in der Mediation: In der Mediation stehen die Klienten mit ihren Ansichten, Gefühlen und Bedürfnissen im Mittelpunkt.

4. Grundsätze: Folgende Grundsätze sind für den Mediator wesentlich:

Der Mediator zeigt eine allparteiliche Haltung und wird beide Konfliktparteien gleichberechtigt unterstützen.
Die Mediatoren bringen in der Regel eine Haltung von völliger Wertschätzung und Akzeptanz der Personen in den Prozess ein. Ohne diese Haltung wird sich kein wahrhaftiger Prozess entwickeln können und Vertrauen könnte nicht entstehen. Sie sorgen für einen schützenden Raum und eine offene Atmosphäre.
In der Mediation arbeiten wir mit dem, was im Moment aktuell ist und bereits der Mediationsprozess kann sehr wertvoll sein, auch wenn keine konkrete Lösung gefunden werden konnte.
Der Mediator wird auch seine eigenen Gefühle in den Prozess einbringen, wenn er/sie der Meinung ist, damit den Klärungsprozess unterstützen zu können.
Die Mediatoren begleiten den Prozess durch ihre Präsenz und Aufmerksamkeit.
Die Aufgabe der Mediatoren ist die einfühlsame Klärung der Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse der Klienten.
In der Mediation werden die Klienten in ihrem Prozess begleitet. Der Mediator übernimmt keine Führungsrolle und erteilt in der Regel auch keine Ratschläge.
Er unterstützt jedoch auch die Suche nach Lösungen bei den Klienten und vertraut auf die Kompetenz der Klienten die Konfliktlösung selbst zu finden.
5. Ursachen von Konflikten: Die meisten Konflikte haben bereits eine lange Geschichte und sind häufig von einer Wiederholung von den Konfliktparteien bekannten Argumenten geprägt. Daher gibt es in den Konflikten eine Vielzahl von Aspekten auf der Interessens-, Bedürfnis-, Gefühls- und Beziehungsebene.
Der Auslöser des Konfliktes ist meistens nur die „Spitze des Eisbergs“,und der Anlass ist meist nicht die Ursache des Konfliktes. Daher tauchen oft erst in der Mediation die tatsächlichen ursächlichen Konflikte oder „Quellkonflikte“ auf und die Klärung dieser Quellkonflikte trägt dann
wesentlich zur Konfliktlösung bei.

7. Lösung:
In der Mediation wird eine Lösung angestrebt, in der alle Beteiligte einen Gewinn erkennen können – eine Win-Win Lösung.

Mediation: Bei Interesse an weiteren Informationen zu dem Thema sehen Sie bitte nach unter:
www.mediation-wroth.de

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